Buddhismus

Buddhismus

1. Einführungen in Buddhismus

2. Biographien des historischen Buddha

2.1 "Wie Siddhartha zum Buddha wurde: Eine Einführung in den Buddhismus", Thich Nhat Hanh 

Unter dem Titel "Wie Siddharta zum Buddha wurde" (orig. "Old Path White Clouds: Walking in the Footsteps of the Buddha") ist eine romanartige Biographie des historischen Buddha erschienen. Autor Thich Nhat Hanh - ein vietnamesischer buddhistischer Mönch - hat auf Grundlage von 24 historischen Quellen und Sutras eine wunderbar lesbare Biographie verfasst.

Der Buddha selbst, seine Schüler, seine Familie und der gesellschaftliche Rahmen werden sehr greifbar und nah beschrieben. Daneben webt Thich Nhat Hanh immer wieder konkrete Lehrreden, Unterweisungen und Geschichten des historischen Buddha ein. Die Biographie vermittelt so auch die Grundzüge der Buddhistischen Lehre.

3. Biographien historischer buddhistischer Lehrer

3.1 Patrul Rinpoche (1808–1887) 

Unter dem Titel "Der erleuchtete Vagabund - Leben und Lehre von Patrul Rinpoche" (orig. "Enlightened Vagabond: The Life and Teachings of Patrul Rinpoche") hat Matthieu Ricard mündlich und schriftlich überlieferte Erzählungen und Begebenheiten aus dem Leben des tibetisch buddhistischen Meisters Patrul Rinpoche gesammelt und übersetzt. Das Buch ist das Ergebnis einer über 30 Jahre währenden Sammlung von schriftlichen Quellen und eigenen Mitschriften aus Gesprächen mit zeitgenössischen Lehrern, u.a. Dilgo Khyentse Rinpoche, Nyoshul Khen Rinpoche, Tulku Urgyen Rinpoche und Tsoknyi Rinpoche.      

Die einzelnen Kapitel des Buches sind sehr spannend und humorvoll geschrieben. Sie geben lebendige Einblicke in die persönliche spirituelle Reise von Patrul Rinpoche und sein Wirken in Tibet. Auf seinen vielen Reisen hat er sowohl einfache Menschen, als auch hohe Buddhistische Lehrer gelehrt und angeleitet. Weil er größtenteils spartanisch, in einfachster Kleidung und ohne Hilfsmittel reiste, wurde er unterwegs bei seinen oft spontanen Begegnungen zumeist nicht oder erst verspätet erkannt. Dadurch konnte er auch sehr unkonventionelle, teils humorvolle Lehrmethoden anwenden. Nichtsdestotrotz wurde und wird er für seine Verwirklichung und sein Wirken bis heute sehr geschätzt. Er hat u.a. das Grundlagenwerk "Die Worte meines vollendeten Lehrers" für die traditionellen vorbereitenden Übungen (Ngöndro) in der Dzogchen-Tradition hinterlassen.    

4. Buddhismus im Westen

4.1 Vergänglichkeit, Tod und der Sterbeprozess

Die Themen Tod und Vergänglichkeit nehmen eine zentrale Stellung im Buddhismus ein. Dabei geht es weniger um Angst- und Panikmache, als darum einen realistischen und erwachsenen Blick auf das eigene Leben zu gewinnen. Das Gewahrsein der eigenen Vergänglichkeit kann den Geist unheimlich klären, beruhigen und die eigenen Prioritäten im Leben sichtbar werden lassen. Das Gewahrsein der eigenen Vergänglichkeit kann eine starke und nachhaltige Ernüchterung im eigenen Geist erzeugen - eine klärende und positive Ernüchterung. Ein "Ja, so ist es.". 

Diese Klärung ist auch eine große Hilfe dabei Ablenkungen loszulassen und sich aktiv auf das Wesentliche im eigenen Leben auszurichten. 

4.1.1 Friedliches Sterben - Glückliche Wiedergeburt: Ein tibetisch-buddhistisches Handbuch

Die beste Zusammenstellung von Erklärungen, Ritualen und Praktiken zum Thema Tod und Sterben habe ich in Tulku Thondup's Buch "Friedliches Sterben - Glückliche Wiedergeburt: Ein tibetisch-buddhistisches Handbuch" (orig. "Peaceful Death - Joyful Rebirth: A Tibetan Buddhist Guidebook") gefunden. Darin erklärt Tulku Thondup für westliche Leser den Tibetisch Buddhistischen Schatz an Erfahrung und Praktiken rund um die Themen Tod und Wiedergeburt. Das Buch ist wunderbar systematisch aufgebaut und beginnt mit der Klärung von Tod, Wiedergeburt und Karma im Buddhistischen Kontext. Daneben finden sich Berichte von Praktizierenden, die vorübergehend Zugang zum Bardo - dem Zwischenzustand zwischen zwei aufeinanderfolgende Leben - und den dort anzutreffenden Wesen hatten.

Abgerundet wird das Buch von wertvollen Hinweisen und Praktiken für die Begleitung von Sterbenden bis zum Tod und auch darüber hinaus. Nach Tibetisch Buddhistischer Auffassung kann das Bewußtsein von Verstorbenen für eine gewisse Zeit nach dem Tod noch positiv auf seiner Reise unterstützt werden, u.a. durch Rituale durch Nahe und Angehörige. Wie das konkret geht und aussehen kann - auch für Nicht-Buddhisten - erklärt Tulku Thondup sehr einfühlsam im Buch. 

5. Säkulare Adaptionen und Meditationsprogramme

6. Meditation und mögliche Nebeneffekte

7. Buddhistische Online-Portale und Online-Quellen

7.1 Study Buddhism (by Berzin Archives)

Unter der Leitung von Dr. Alexander Berzin und mit Hilfe eines großen Teams ist seit 2003 ein sehr umfangreiches Portal zu vielfältigen Themen im Buddhismus entstanden. Dr. Alexander Berzin stammt aus den USA und hat fast 30 Jahre in Dharamsala (Indien) gelebt. Zwischen 1969 und 1998 hat er dort bei tibetisch-buddhistischen Lehrern studiert und auch für sie übersetzt. Neben dieser akademischen Seite ist Dr. Alexander Berzin auch selbst buddhistischer Schüler und Praktizierender. Seit 1998 lebt er in Berlin Kreuzberg und widmet sich vornehmlich der Weiterentwicklung und Übersetzung der Study Buddhism Website (ex. Berzin Archives). Die Hauptinhalte der Website sind aktuell in 37 (!) Sprachen verfügbar, darunter auch Deutsch.

Besonders verdient macht sich Study Buddhism darin authentische buddhistische Inhalte, Konzepte und Praktiken für westliche Interessierte und Praktizierende aufzubereiten. Einige Beispiele sind: